Busfahrt nach Engelsbrunn

Planung für eine Busfahrt nach Engelsbrunn

Wie bereits im Engelsbrunner Heft 2022 angekündigt, planen wir eine Busfahrt nach Engelsbrunn, die wird gerne mit der Einweihung des geplanten Denkmals neben der Kirche verbinden möchten. Wir werden unser Bestes versuchen, die Fahrt nach Engelsbrunn mit der Einweihung des Denkmals zu synchronisieren. Eine Garantie dafür können wir natürlich nicht abgeben. Die Fahrt wird voraussichtlich im Juni 2023 stattfinden und wir planen mit einer Dauer von einer Woche, immer vorausgesetzt, dass sich genügend Interessenten finden. Zusätzlich zum Aufenthalt in Engelsbrunn planen wir auch Fahrten in die Umgebung (z.B. Temeswar und Radna) ein.

Wir möchten jedoch erst mal den Bedarf abfragen. Interessenten sollen sich bitte melden bei Mitgliedern des Vorstandes:

Franz Schmelowski: 0178-3462990 ; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Peter Titsch: 02404-69978 ; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Enni Steingasser: 0176-54749489 ; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Günther Schässburger: 07243-77105 ; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dazu benötigen wir Namen, Adressen und Kontaktdaten. Die Interessensbekundung ist noch keine Teilnahmebestätigung. Die Teilnahme wird erst verbindlich, wenn die Planung in allen Details abgeschlossen ist und die Teilnahme verbindlich bestätigt wird. Falls sich genügend Interessenten melden, werden wir mit der Organisation der Busfahrt beginnen. Die HOG wird durch eine Beteiligung an der Finanzierung versuchen, die Kosten erschwinglich zu halten. Hinweise zum Stand der Planungen (genaues Datum, geplanter Ablauf,…) werden hier veröffentlicht:

Aktuelle Interessenten:

- Eva Maurer (3 Personen)

 

Die Lehrerfamilie Schässburger

Die Lehrerfamilie Schässburger

(Beitrag von Hedi Kirchner und Günther Schässburger)

Ingrid Schässburger wurde 1934 als dritte von vier Töchtern des Ehepaars Lingner in Schäßburg geboren. Die schöne Zeit, die sie in ihrer Kleinunternehmerfamilie verbrachte, wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterbrochen. Es folgte ein von Entbehrungen und Leiden geprägter Lebensabschnitt: Einzug des Vaters in den Krieg, Besetzung Schäßburgs durch die russischen Truppen, Enteignung, nach der Rückkehr des Vaters aus dem Krieg dessen Inhaftierung und Zwangsarbeit am Donau-Schwarzmeerkanal.

Ingrid Schässburger besuchte die deutsche Bergschule in Schäßburg, wo sie das Abitur und ihren Abschluss als Lehrerin machte.

Ingrid Schässburger

1952 bekam sie in Engelsbrunn eine Lehrerinnenstelle zugewiesen. Für sie bedeutete das Umziehen einen tiefen Einschnitt in ihrem Leben: aus den Bergen Siebenbürgens in die weite Ebene des Banats, aus dem evangelischen Umfeld in eine katholische Gegend, aus einer Stadt in ein bäuerliches Dorf - mit 18 Jahren ein Neubeginn mit nur einem Koffer in der Hand.

Sie wurde von den Dorfbewohnern herzlich aufgenommen, von der deutschen Lehrerschaft schnell integriert und lernte dazu noch ihren zukünftigen Ehemann dort kennen. Sein Name - Andreas Schässburger- sollte sie zeitlebens an ihre Heimatstadt erinnern. So wurde Engelsbrunn schnell zu ihrer zweiten Heimat

Ingrid Schässburger unterrichtete in einer Übergangszeit (den damaligen Umständen der Nachkriegszeit geschuldet) Russisch. Um in den oberen Klassen (5-8) unterrichten zu können, machte sie im Fernstudium das Staatsexamen am Pädagogischen Institut in Bukarest und war dann hauptsächlich für den Deutschunterricht an der Engelsbrunner Schule verantwortlich.

Ingrid Schässburger engagierte sich stark im kulturellen Bereich und zeigte großes Interesse am Brauchtum und an der Engelsbrunner Mundart. Zu erwähnen wären  die Leitung der Tanzgruppe, die Organisation der Theaterbesuche für alle Interessenten des Dorfes Dorf im Arader Staatstheater bei Auftritten des deutschen Theaterensembles aus Temeswar sowie das Sammeln von typischen Engelsbrunner Sprüchen und Redensarten. Unter ihrer Regie wurde ein Theaterstück aufgeführt, in dem Lehrer der Schule zusammen mit jugendlichen und erwachsenen Dorfbewohnern mitwirkten.

Nach der Aussiedlung in die Bundesrepublik hat Ingrid Schässburger an der Grundschule in Möglingen unterrichtet und hat sich auch dort schnell die Anerkennung für ihr kulturelles Engagement (z.B. Leitung des Schulchores) erworben.

Ingrid Schässburger verstarb im Alter von 77 Jahren nach längerer Krankheit. Sie hat bei mehreren Schülergenerationen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, was auch heute noch in Gesprächen mit ihren ehemaligen Schülern zum Ausdruck kommt.

Tanzgruppe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andreas Schässburger wurde 1930 als drittes Kind (von vier) im kleinen Dorf Arbegen in Siebenbürgen geboren. Seine Kindheit verbrachte er in dieser bäuerlich geprägten Umgebung weitgehend unbeschwert, bis die Ereignisse um den zweiten Weltkrieg die Dorfidylle zerstörten. Der Vater zog an die Front, von wo er nicht wieder zurückkehrte. Damit übernahm der Großvater die Erziehung der vier Kinder. Nach dem Krieg wurde die Familie enteignet und musste eine schwere Zeit durchstehen.

Andreas Schässburger

Trotz aller Schwierigkeiten der Nachkriegszeit ermöglichte die Familie ihm die Ausbildung zum Musiklehrer, wohl weil man seine musikalische Ader erkannt hatte. Als Lehrer wurde er der Schule in Glogowatz im Banat zugeteilt. Er lernte seine zukünftige Ehefrau Ingrid Lingner kennen und zog nach Engelsbrunn, wo er fortan hauptsächlich Musik unterrichtete und berufsbegleitend ein  Fernstudium der Musik am Konservatorium in Klausenburg absolvierte.

Aufgrund seiner offenen und geselligen Art kam er als (evangelischer) Siebenbürger Sachse im katholischen Banat gut zurecht und erarbeitete sich schnell die Anerkennung der Dorfbewohner. Seine bäuerliche Herkunft hat er dabei nie vergessen, und sie half ihm, die Bewirtschaftung des großen Gartens wahrzunehmen, für die damalige Zeit überlebenswichtig.

Für Andreas Schässburger gilt: Musik war sein Leben. Er nahm nicht nur die Verantwortung für den Musikunterricht an der Engelsbrunner Schule wahr, sondern leitete auch zeitlebens den Schulchor und das Schulorchester, die er bei zahlreichen Veranstaltungen dirigierte. Zudem setzte er unzählige Musikstücke in Notenpartituren um, da zur damaligen Zeit die benötigten Partituren nicht einfach im Musikgeschäft gekauft werden konnten.

Andreas Schässburger

Nebenbei zeigte Andreas Schässburger auch eine Begabung beim Schreiben, Einüben, und Aufführen von volkstümlichen Theaterstücken, die sehr gut beim  Engelsbrunner Publikum ankamen.

Da es in den Familien der Banat-Deutschen sehr verbreitet war, den Kindern ein Musikinstrument beizubringen, gab Andreas Schässburger auch privat viel Musikunterricht, womit die immerwährend schmale Haushaltskasse aufgebessert werden konnte, um über die Runden zu kommen. Viele ehemalige Schüler werden sich an seine strenge Art der Unterrichtung erinnern, wobei dies bei nicht wenigen auch zu guten Erfolgen geführt hat.

Andreas Schässburger ist sehr früh (im Alter von 47 Jahren) an einem Herzinfarkt im Zug während der Rückfahrt von einem Besuch in Arbegen, seinem Heimattorf, verstorben.

Zurück bleibt die Erinnerung an jemanden, der das Musikleben und das Schulleben allgemein in Engelsbrunn maßgeblich geprägt hat.

Tanzgruppe

DSGVO

Auswirkungen der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für die Mitteilungen in der "Banater Post"

Aufgrund der neuen Datenschutzgrundverordnung können in der Banater Post nur noch Geburtstagsmitteilungen von Mitgliedern der Landsmannschaft der Banater Schwaben veröffentlicht werden. Gleiches gilt auch für Mitteilungen von verstorbenen Landsleuten. Mitteilungen von Geburten, Eheschließungen und Ehejubiläen können nicht mehr veröffentlicht werden, auch nicht von Mitgliedern, da der Gesetzesgeber diese Daten als besonders schutzwürdig betrachtet.
Die Geburtstagsdaten werden ab der Banater Post vom 5. Oktober dem Mitgliederverzeichnis entnommen. Sollten nicht alle Daten richtig sein, obliegt es den Betroffenen, eine Korrektur zu veranlassen.
Private (bezahlte) Anzeigen sind von dieser Regelung nicht betroffen.

Den Wortlaut des entsprechenden Rundschreibens von der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V. finden Sie HIER

Bericht Treffen 2019

 HOG Engelsbrunn : 20.Heimattreffenn in Wendlingen am Neckar

 

Tracht und Rosmarein  - wie einst daheim

Am 21.09.2019 fand im Treffpunkt Stadtmitte in Wendlingen am Neckar das 20. Engelsbrunner Treffen statt. Nach der Öffnung des Saals trafen nach und nach die ersten Gäste ein. Obwohl die Teilnehmerzahl immer geringer wird, sah man kleine Grüppchen, die zusammen standen, plauderten, lachten und sich über das Wiedersehen freuten. Im Kreise von Landsleuten, Freunden und Bekannten wollte man den Alltag für ein paar Stunden vergessen.

Ab 15.00 Uhr spielten die Banater Teck Musikanten zur Einstimmung schwungvolle Musik aus ihrem Repertoire.

Am köstlichen Kuchenbüfett konnte man sich unterdessen stärken, bevor vor der Halle eine flotte Polka erklang.

 Bei schönem Herbstwetter und strahlendem Sonnenschein setzte sich der Trachtenzug in Richtung katholische Kirche St.Kolumban in Bewegung. Das Vortänzerpaar Sarah Stock und Benjamin Bernath trug den bunt geschmückten Rosmarinstrauß,  die anderen Paare folgten in ihren wunderschönen Trachten in zarten Farben. Die zwei geschmückten Hüte und die mit Rotwein gefüllten Kirchweihflaschen rundeten das Bild ab.

Der Festgottesdienst wurde von Dekan Paul  Magino zelebriert und musikalisch von Franz Kessner begleitet. Auf der Orgel wurden vertraute Kirchenlieder gespielt, die viele Landsleute noch aus der alten Heimat kannten. Nach dem Dankgebet und einem Gebet zur Gottesmutter Maria wurde der Rosmarinstrauß gesegnet. Danach ging es mit Marschmusik zurück zum Treffpunkt Stadtmitte, wo die Trachtenpaare vor der Halle für begeisterte Zuschauer und Gäste noch eine Polka tanzten.

Unter viel Beifall marschierten die acht Trachtenpaare in den Saal ein. Es folgte der traditionelle Aufmarsch, wobei einem Paar besondere Aufmerksamkeit zuteilwurde. Es waren dies die siebenjährige Nora Schmelovski und ihr Opa, der fast 70 Lenze zählt. So kann generationenübergreifende Kirchweih aussehen!

In einer kurzen Ansprache begrüßte die Vorstandsvorsitzende Helga Bernath alle Landsleute und Gäste. Mit einer Schweigeminute gedachte man der Verstorbenen der letzten zwei Jahre, in der alten wie in der neuen Heimat und überall auf der Welt. Danach überbrachte Herbert Volk, Vorsitzenden des Kreisverbandes Esslingen und stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg, die Grüße des Bundesvorstands der Landsmannschaft der Banater Schwaben.

Der Redner würdigte das Wirken der HOG Engelsbrunn und  sagte, dass zwanzigTreffen ein Zeichen dafür seien, dass man die Gemeinschaft und den Zusammenhalt nicht aus den Augen verloren habe.

Zu dem Lied „Ein schönes Fleckchen Erde“ tanzten die Trachtenpaare um den Strauß, den sie in der Mitte aufgestellt hatten. Es folgten die Ehrentänze und der Ausmarsch.

Nach einem deftigen Abendessen spielten die Banater Teck Musikanten beste Tanzmusik.

Gegen 20.30 Uhr wurde die Bühne für den Auftritt der Band „-1. Die Kellerband“ etwas umgebaut. Man nutzte diese Zeit, um  die fälligen Vorstandswahlen durchzuführen. Die Vorstandsvorsitzende Helga Bernath legte den Rechenschaftsbericht vor, wonach die drei ältesten im Saal anwesenden Engelsbrunner geehrt wurden. Nikolaus Steingasser, Peter Opelz und Eva Bernath erhielten als Präsent eine Stofftasche mit dem Wappen der HOG Engelsbrunn. Unter anderem wurden auch die Auswirkungen der Datenschutz-Grundverordnung und deren Umsetzung im Engelsbrunner Heft angesprochen. Danach folgte der Kassenprüfbericht, vorgetragen von Franz Schmelovski.

Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt, wonach zur Neuwahl geschritten wurde. Zum Wahlleiter wurde Herbert Volk bestimmt. Da die unterbreiteten Wahlvorschläge keine Änderungen im Vergleich zum bisher amtierenden Vorstand enthielten, wurde der alte Vorstand auch zum neuen Vorstand gewählt.

Am Abend spielte die Formation „-1. Die Kellerband“ viele schöne Schlager und Melodien, die die Tanzfreudigen aufs Parkett lockten. Das Fest endete weit nach Mitternacht. Viele unvergessene Momente werden uns von diesem Treffen in Erinnerung bleiben.

Im Rahmen des Heimattreffens fand auch das Klassentreffen der Jahrgänge 1958 und 1959 und 1968 und 1969 statt.

Ein großer Dank geht an alle Trachtenpaare, an Dekan Paul Magino, an den Organisten Franz Kessner an alle Kuchenspenderinnen und an die Helferinnen und Helfer, die alle einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieses Festes geleistet haben.

 

Bericht Treffen 2017

Bericht vom 19. Engelsbrunner Heimattreffen in Ostfildern-Ruit

Sonnenschein und Heimatatmosphäre beim 19. Heimattreffen

 

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Samstag, 23.09.2017 in der Waldheimhalle in Ostfildern-Ruit das 19. Engelsbrunner Treffen statt. Schon kurz nach der Öffnung des Saals trafen bereits die ersten Gäste ein. Nach und nach füllte sich der Saal. Man begrüßte sich, plauderte mit Nachbarn, Freunden und Bekannten, tauschte Erinnerungen aus und freute sich auf harmonische Stunden.

 

Im Rahmen des Heimattreffens fand auch das Klassentreffen der Jahrgänge 1956 und 1957 und 1966 und 1967 statt

 

Nach einer Stärkung am reichhaltigen Kuchenbüfett erklang vor der Halle eine flotte Polka.

 

Mit Marschmusik gespielt von den Banater Teck Musikanten setzte sich der Trachtenzug in Richtung Katholische Kirche Sankt Monika in Bewegung. Angeführt wurde er von dem Vortänzerpaar Elfriede und Friedrich Fuss, die den schön geschmückten Rosmarein trugen. Die wunderschönen Trachten in den verschiedenen Farben, waren herrlich anzuschauen. Auch die geschmückten Hüte und die mit Rotwein gefüllten Kirchweihflaschen boten ein tolles Bild.

 

Der Festgottesdienst wurde von Pfarrer Klaus Alender zelebriert, musikalisch begleitet von Franz Kessner, der die bekannten Lieder aus der alten Heimat an der Orgel spielte. Der Rosmarein Strauss wurde gesegnet und ein Bild der Heimatkirche, das auf dem Altar aufgestellt war, sollte an zuhause erinnern.

 

Nach dem Gottesdienst ging es mit Marschmusik zurück zur Waldheimhalle, wo die Trachtenpaare vor der Halle für begeisterte Zuschauer und Gäste noch eine Polka tanzten.

 

Der Einmarsch der 10 Trachtenpaare wurde mit viel Beifall begleitet. Es folgte der traditionelle Aufmarsch. In ihrer Ansprache begrüßte die Vorstandsvorsitzende Helga Bernath alle Landsleute und Gäste und hob die Wichtigkeit der Heimattreffen hervor. Herr Herbert Volk, Vorsitzenden des Kreisverbandes Esslingen, überbrachte die Grüße des Bundesvorstandes und betonte in seiner Ansprache, wie wichtig es ist, Tradition und Brauchtum an die junge Generation weiterzugeben. Danach wurde zu dem Lied „Nur wer die Heimat liebt“ ein Tanz vorgeführt. Es folgten die Ehrentänze und der Ausmarsch der Trachtenpaare.

 

Im Anschluss spielten die Banater Teck Musikanten beste Tanzmusik und Schlager bis weit nach Mitternacht. Durch das vielseitige Repertoire kam jeder auf seine Kosten. Die Tanzfläche war stets gut gefüllt. Alle verließen das Fest mit einem Lächeln und dem Versprechen in 2 Jahren wieder dabei zu sein. Ein großer Dank geht an alle Kuchenspender und an alle Helfer und Helferinnen, die zum tollen Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

Helga Bernath, Vorsitzende der HOG Engelsbrunn